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24.10.2016

Veröffentlichung: Another Christmas Carol

Diese Woche bin ich mit Delfinium Prints auf der AniMaCo in Berlin und will noch mal fix ein Heft rausbringen, damit ihr was für die Weihnachtszeit shoppen könnt.


Und zwar gibt´s einfach meinen 2013er Weihnachtscomic "Another Christmas Carol" erstmals in gedruckter Form.

Könnt ihr euch ja mal holen. Es wird aber nicht viele Exemplare geben.

12.10.2016

#Inktober 2016 Entry 04: Beppo Biber

#Inktober

Entry No. 04 Beppo Biber
 
 

Jetzt wird´s für viele von euch schon kryptisch, denn ich wag mal, zu behaupten, dass den Comic "Beppo Biber: Wie entstehen Wolken?" nur die allerwenigsten von euch kennen.
Eigentlich schade, denn ich find, es is immer noch eine meiner schönsten Kurzgeschichten.

Erschienen ist der Zwölfseiter 2013 in der achten JAZAM! sowie in einem Heft bei Delfinium Prints.
Man kann sagen, dass das Werk damals ein Ventil war für das damals noch recht junge Schlaufuchs-Projekt. Immer wenn ich mir beim Schlaufuchs einen etwas zu derben, wenn auch logischen Gag verkneifen musste, weil er nicht zielgruppengerecht war, füllte sich der innere Zynismus-Luftballon. Und als der schließlich platzte, lag auf einmal das fertige Beppo Biber-Manuskript auf meinem Schreibtisch.

Ein paar schöne kleine Anekdotten verbinden mich auch mit dem Projekt. Die Top 3:
1. Einmal hatten wir einen am Delfinium Prints-Stand, der sich zwar ewig lang mit uns unterhielt, aber partout nix kaufen wollte. Aus Solidarität wollte er schließlich doch ein Heft mitnehmen und ich empfahl ihm den Beppo Biber., den er sehr skeptisch annahm. Am nächsten Tag war er zurück. Total begeistert von Beppo und völlig mit seinem Weltbild im Unklaren, dass ihm bis dahin sagte, dass es keine guten deutschen Comics gibt, wollte er weiter shoppen. Allerdings nicht um noch mehr aus dem Sortiment kennenzulernen, sondern um noch diverse weitere Exemplare dieses einen Beppo Biber-Comics auf Vorrat einzusacken ...

2. Ein Kollege meinte mal, dass seine Freundin eigentlich keine Comics liest. Beim Beppo wurde sie aber neugierig und war danach stundenlang verstört und apathisch. Extreme Emotionen - die ultimative Entlohnung für den Geschichtenerzähler.

3. Die Kollegen Adrian Vom Baur und David Koslowski ham den Comic mal bei einer Livelesung zum Besten gebracht. Und es war so perfekt, dass ich fast ein wenig geweint hätte. Und irgendwie haben die den - ohne textlich was zu ändern - noch mal viel lustiger gemacht als er eigentlich ist. Schön war das!

Leider wüsst ich aber trotz vielfacher Wünsche nicht, wie ich die (vermeintliche) Beppo Biber-Reihe mal fortsetzen könnte ...

06.10.2016

#Inktober 2016 Entry 02: Blutrotkäppchen

Weiter geht´s mit dem #Inktober 2016, in dem ich meine Originalcharaktere zum Thema mache.
Meine Regeln:
- Zeichnung muss unter in zehn Minuten entstehen.
- Nur echte Tusche und Tuschefedern sind erlaubt.
- Deckweiß und Bleistift für Vorzeichnung geht natürlich auch.
- Keine digitale Nachbearbeitung.
- Keine Farben, keine Screentones.

Heute:

Entry No. 02: Das Blutrotkäppchen.

 

... aus dem gleichnamigen Mango, der 2012 als Taschenbuch bei Tokyopop erschienen ist.

Darüber hinaus war die Entoman-Horror-Action-Comedy aber auch der erste Arc der Anfang 2010 auf dem offiziellen Entoman-Channel auf Comicstars erschienen ist. Ich bin mir da nicht so sicher, aber dadurch könnte es auch einer der ersten deutschen Verlagscomics gewesen sein, der rein digital erschien.
Als Promomaterial gab´s dann auch noch mal eine Heftreihe der vier Kapitel, die jedoch aufgrund des Zusammenbruchs von Comicstars nicht mehr veröffentlicht wurde. Ich hab leider selbst keine Belegexemplare.
Und zwischen Comicstars und Tokyopop fand der Comic noch zu einer Taschenbuch-Veröffentlichung bei Delfinium Prints. Damals war allerding die komplette Auflage innerhalb einer Leipziger Buchmesse abverkauft. Nachdem die Grimms Märchen-Adaption 2011 beim ICOM Independent Comic-Preis eine Lobende Erwähnung bekam, trieb das die Sammlerwerte hoch. Ich weiß, dass gebrauchte Exemplare des DP-Blutrotkäppchens für 25,- € den Besitzer wechselten, was irgendwie cool ist. Irgendjemandem da draußen ist das, was du als Künstler geschaffen hast, irgendwie was wert. Sogar monetär betrachtet.
Die Tokyopop-Version hat sich dann aber verhältnismäßig nicht mehr ganz so krass verkauft. Die Bücher könnt ihr also noch problemlos nachholen. Kennt ihr die Szene vom Ende vom ersten Indiana Jones-Film? Mit diesem riesigen Depot voller Kisten? So könnt ihr euch die Lagerbestände von meinen Entoman-Comics vorstellen. ;-]

06.05.2016

Interview für Skizzenblog Dreimalalles

Heeey, es gibt auf dem Skizzenblog dreimalalles ein sehr ausführliches, aber vielleicht für einige von euch ganz interessantes Interview mit mir zum Thema Skizzen, Vorarbeit zum Comic, dem ganzen Entstehungsprozess usw: http://www.dreimalalles.info/news/skizzenbuch-15-david-f%C3%BCleki

Dafür hab ich auch allerhand exklusives Schubladenmaterial und Insider-Gelöt ausgepackt. Inklusive Skizzen und Vorzeichnungen von leider unrealisierten TOKYOPOP-Projekten und Bildern von meinem Arbeitsplatz.
An dem Text hängt sogar noch ein weiterführender Link dran, der auf ganz viel Material weiterleitet, dass ich in Japan gemalt und gezeichnet hab.

Also ´ne Menge Stoff.
Viel Spaß damit!




25.04.2016

"78 Tage auf der Straße des Hasses" ist nominiert für den Max und Moritz-Preis 2016!

Say WHAT?!!

Erst der tolle Artikel im Tagesspiegel und jetzt ist 78 Tage auf der Straße des Hasses nominiert für den Max und Moritz Preis!!!!
Siehe auch hier: http://www.tagesspiegel.de/kultur/comics/internationaler-comic-salon-erlangen-max-und-moritz-preis-das-sind-die-finalisten/13496242.html



Zwar hab ich´s leider (mal wieder) nicht über die Publikumsabstimmung in die Finalrunde geschafft, aber entgegen meiner kühnsten Erwartungen hat mich die Jury ins Finale gebracht. Zum ersten Mal seit 2010 bzw. seit "Freche Mädchen, freche Manga" von der Inga Steinmetz also wieder eine Mango-Nominierung durch die Jury.
Und damit wurde 78 Tage von allen drei großen deutschen Jury-Comicpreisen in die jeweiligen Endrunden rein nominiert, was mich meeeega-glücklich macht. Mir is ja klar, dass ich nicht viele Leser erreiche und mich daher auch von allen Publikumspreisen verabschieden kann, aber so kriegt man wenigstens hin und wieder mal ´ne schöne Rückmeldung, dass man prinzipiell nicht die letzten acht Jahre lang völlig daneben lag. ;-]

Jetzt kann von mir aus kommen, was will.

Sind übrigens großartige Sachen unter den sonstigen Nominierten. Bitte alles mal lesen. Die Erlangen-Nominierungen befüttern stets einen wesentliche Teil meines Gesamt-Comic-Konsums. Zumal da immer Kuriositäten auftauchen, die man nie auf der Mattscheibe hatte, von denen man sich aber auch fragt, wie die einem teils Jahre lang entfleuchen konnten. "Pinocchio" von Winshluss z.B. Oder "Vollmondsuppe".
Ich geh übrigens schwerstens davon aus, dass der Tobi Dahmen mit "Fahrradmod" zumindest den Publikumspreis dieses Jahr rocken wird.

Aber schauen wir erst mal, was die Nominierung zum Comic-Salon in Erlangen bringt. Ich werd definitiv wieder mit Delfinium Prints am Start sein und wir ziehen - wie gewohnt - unser Ding durch.
Letztes Jahr hatten wir ja ´nen sehr ähnlichen Fall, als wir zum Comicfestival München ebenfalls mit ´ner Nominierung für den großen Preis des Festivals angetreten sind (der PENG!-Preis). Damals auch schon für "78 Tage auf der Straße des Hasses". Aber ganz ehrlich: Wir haben keinen Boom auf den Titel gespürt. Die normalen Leute kriegen von so was auch nicht allzu viel mit. Zwei, drei Bücher hatten wir vielleicht am Sonntag mehr verkauft, als wir den Preis dann auch wirklich eingesackt hatten und sich einige Kunden an meine Laudatio vom Vorabend erinnerten.
In Erlangen passiert da aber in der Regel mehr mit den nominierten Titeln und wir hoffen auf biss´l Werbung und vielleicht ein paar neue treue LeserInnen. Wir könnten´s echt gebrauchen. *schwitz*

21.03.2016

Leipziger Buchmesse / Manga Comic Convention 2016 - das große Fazit und die Alki-Hugi-Story



Okay, ´n kurzer Abriss der Leipziger Buchmesse 2016. Bzw. der Manga Comic Convention.

Ich glaub, so sehr wie dieses Jahr hatte ich noch nie auf der LBM das Gefühl, alles bereits gesehen zu haben. Es war meine fünfzehnte LBM, dreizehnmal war ich als Künstler und/ oder Aussteller vertreten. Seit zwei Jahren haben wir mit Delfinium Prints nun auch ´nen "echten" Stand und sind nicht mehr einfach nur in der Mangameile. Da fehlt grad biss´l das nächste große Ziel, das man anpeilen kann.
Für nächstes Jahr wünsch ich mir daher einen Gemeinschaftsstand für DP zusammen mit irgendwelchen anderen coolen Leute. So dass wir insgesamt noch mehr Standfläche und noch mehr Stimmen für unsere A Capella-Band haben.

Unser Delfinium Prints-Stand mit Endboss Roy Seyfert an der Kasse und Marcel "The Schwede" Hugenschütt als Zeichnertölpel. Dazu Entoman und Kuh und echte Kundschaft.

Den Andrang empfand ich dieses Jahr erstmals überhaupt rückläufig. Kann sein, ich irre mich, aber die ohnehin schon Besucher-schwachen Tage Donnerstag und Sonntag erschienen dieses Mal noch eine Ecke ausgestorbener.

Der große Pluspunkt war zum fünfzehnten Mal in Folge, dass man auf der LBM absolut alle trifft - ob man will oder nicht. Aber man will ja eigentlich immer. Alles gute Leute. Und der Michl Wild.
Aber wen Hugi und ich ausgerechnet nicht getroffen haben, war unser geistiges und sexuelles Vorbild Heinz Strunk, der grad den größten Erfolg seiner Karriere feiert. Mit ´nem Buch über ´nen Nuttenmörder. Da könnt ihr schon ahnen, wo´s Hugi und mich demnächst auch hinzieht.
Das Nichttreffen von Heinz Strunk war der große Minuspunkt. Tatsächlich war das das erste Mal seit Akira Toriyama vor etwa zehn Jahren, dass ich einen Autoren auf der Messe mal wieder unbedingt treffen wollte. Komisch, oder? Heinzira Strunkiyama.

Krank bin ich schon wieder geworden! Überall Bazillen und Fraggles! Das ging spätestens am Donnerstagabend los, wo Hugi und ich die Quoten-Mangokos waren beim Zeichner-Jam des Kotburschi Kollektivs. Ein erquickender Abend. Nur leider der Beweis, dass Kollege Hugi nach sechs Flaschen Bier zu nix mehr zu gebrauchen war. Selbst ein nächtlicher Paar-Kilometer-Spaziergang auf der Suche nach dem richtigen Weg zur Unterkunft hat den 3-Meter-Hünen mit der Leber eines Spatzes nicht ernüchtert. Drum blieb er am Folgemorgen einfach leblos liegen, während der Verlagsrest Messewerk zu verrichten hatte.
Blöd nur, dass Hugi Freitagnachmittag für ´ne Moderation einer Paneldiskussion eingeplant war.
Kurz bevor diese losging, stand der Haggi dann doch noch schwurbelnd und schwankend auf der Matte - in den versifften und verkotzten Klamotten des Vortags. Verschnoddert wie ein Eimer Affenköddel, aber immerhin mit Tee und Zwieback im Bauch.
Hat aber zum Glück niemand gemerkt, dass er noch verkatert war. Nur Doujinshipreisträgerin Nana Yaa Kyere (Glückwunsch!) hat Lunte gerochen, weil sie so ´ne Art Spinnensinn für alkoholisierte Schweden hat. Erst Recht, wenn diese in Form von Moderatoren ihr bei ´ner Paneldiskussion in sich zusammengesunken gegenüber sitzen und vor sich hin dünsten.

Und Nerd Ship Podcasts mit vielen Spontangästen (z.B. den Kollegen Gina Wetzel, Melanie Schober, Marvin Clifford und Isabel Kreitz’ linkem Arm (lange Geschichte))  ham´wer aufgenommen.

Und dann hab ich noch sexy Fotos von mir als Sans aus Undertale machen lassen. Die komplette Story demnächst.




25.01.2016

Tanoshii Depato hat das geilste Schaufenster der Welt! Am Ende isch habe gelacht und isch habe geweint - gleischzeitisch

Das kann ich echt gar nicht genug abfeiern:
Seit Jahren unterstützt mich der Leverkus'ner Laden Tanoshii Depato in meinem großen Krieg gegen die Windmühlen der wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit.
Zieht euch mal rein, wie die grad ihr Schaufenster dekoriert haben!



Das Fotos wurde übrigens vom Mark Lint geknipst, der dort arbeitet. Ein echter Comic Book Guy also.

Damit zählt der Laden zu - leider nur - ´ner knappen Handvoll Geschäften in Deutschland, die sich echt ein Bein ausreißen, meine Sachen (und generell auch das Zeug von Delfinium Prints zu pushen). Auch Little Nemo in Bochum muss ich hier mal wieder hervorheben.
Hmm ... Leverkusen, Bochum ... In NRW scheint irgendwas Essenzielles richtig zu laufen.
Leider hab ich seit dem Release von Struwwelpeter: Die Rückkehr anno 2009 ganz viele schlechte Erfahrungen mit Händlern gemacht und irgendwie werden meine Veröffentlichungen immer von der selbsterfüllenden Prophezeiung heimgesucht, dass die Leute, die´s verkaufen sollten, von vornherein nicht glauben, dass es sich verkaufen lässt, weshalb´s auch nicht verkauft wird.
Ich will keine Geschäftsnamen nennen, aber kurz nach Release hab ich ´n Manga führendes Geschäft in meinem Hood aufgesucht, um mal zu schauen, wie Band 3 von 78 Tage auf der Straße des Hasses dort läuft.
Und obwohl ich wusste, dass frühere TOKYOPOP-Bücher von mir dort hervorragend weggingen (teilweise schneller als der neue Naruto aufgrund der spezifischen Gelüste der Bahnreisenden), wurden die neuen 78 Tage-Bände gar nicht erst rausgelegt, sondern - obwohl genügend Platz gewesen wäre - nur auf spezifische Anfrage hin rausgegeben, weil man wohl davon ausging, dass das nicht gefragt sei.
Irgendwann sollte ich mal eine Worst-of-Händler-Anekdoten-Sammlung rausbringen. Da zieht´s euch die Hosen aus!
Wie gesagt: Ein Kampf gegen Windmühlen.
Und daher freu ich mich echt über all die Unterstützer da draußen!
Geht in coole Läden einkaufen!

21.01.2016

78 Tage-Illu für Comic-Salon Erlangen entsteht

Vor zwei Jahren, als es los ging mit den Taschenbüchern zu 78 Tage auf der Straße des Hasses bei TOKYOPOP hab ich für den Hamburger Verlag ´ne Autogrammkarte designt.
Die gab´s dann als Schikischischischi oder wie das heißt auf´m Comic-Salon Erlangen 2014.

Hier seht ihr mal Schritt für Schritt ald gif ie das Teil entstanden ist.

Und wenn ihr Genaueres erfahren wollt, könnt ihr mal hier klicken: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.851606174856702.1073741840.707921995891788&type=3
Da geh ich noch mehr drauf ein, was wo gemacht wurde im Photoshop.



17.01.2016

"78 Tage auf der Straße des Hasses" Band 3 ist draußen!

Hier das Cover vom dritten 78 Tage auf der Straße des Hasses-Band, der übrigens klammheimlich diese Woche erschienen ist.
Das hier zu sehende Cover is auch das erste Bild überhaupt, das ich mit ´nem Grafiktablett gemalt hab.






Wenn ihr Lust habt, könnt ihr mir auch ´ne kleine Review auf amazon hinterlegen: http://www.amazon.de/Manga-Madness-Tage-Stra%C3%9Fe-Hasses/dp/3842021364/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1453028241&sr=1-1
Freu mich über die seltenen Gelegenheiten, mal zu erfahren, wie das Zeug so ankommt. Kauft das Buch aber lieber beim Comic-Dealer um die Ecke.
Steckt jedenfalls ´ne Menge Arbeit und Mühe drin und ich würd mich freun, wenn´s nicht wieder allzu sehr untergeht. Leider scheint das aber das ewige Schicksal meiner Taschenbücher zu sein ...

Teilt das auch gern euren Freunden und so weiter mit, dass es das gibt. Kann mir leider sonst keine Werbung oder was in der Art leisten und jede Form der Mundpropaganda ist willkommen!

Ja, dann viel Spaß beim Lesen!

31.12.2015

Mein ganz persönliches Künstler-Fazit für 2015



Ich folg mal dem Beispiel vom Michael Wild und versuch, so ´ne Art Jahres-Künstler-Fazit zusammenzustellen:

Veröffentlichungen:
- nur ein Buch: "Das subversive Weitermalbuch, das schlimm ist"; und das is noch nich mal ´n Comic. Ein weiteres Buch war geplant, aber das kommt wohl nun im Januar
- drei Kurzcomics in Anthologien: das etwas betagtere "Big L" in einer überarbeiteten Neufassung im Shounen Go! Go!-Sonderband; "Das X markiert den Schatz" in JAZAM! X; "Ahornella die Fischdamenfrau" im zweiten Krakelkomiks
- vier Hefte bei Delfinium Prints: die ersten beiden „Entoman: Amikoverse Heroes", "Mutters gelber Schirm" sowie eine überarbeitete Neuauflage von "Fickschnittchen Schneewittchen"

dazu kommen an Auftragsarbeits-Veröffentlichungen:
- 52 farbige Schlaufuchs-Comicstrips in der Fuldaer Zeitung
- eine 53. Schlaufuchs-Folge gab´s exklusiv im COMIX-Magazin
- im COMIX-Magazin war dieses Jahr auch in jeder Ausgabe was von mir drin; sieben oder acht Hefte werden das wohl gewesen sein
- für´n Reisejournal hab ich was zu meiner Japanreise gemacht - inkl. Schlaufuchs-Comic
- drei voll illustrierte Schlaufuchs-Hefte - Lernhefte für Kindergarten, Grundschule und Musikschule
- allerhand Illus für die diesjährigen vier Ausgaben des Schlaufuchs-Magazins
- sowie massig weitere Schlaufuchs-Illus für Zeitungen, Merchandising usw.
- allerhand Bildreihen und Einzelillus in allen zehn (oder elf?) Ausgaben von move36
- Cover und Comics für die beiden Ausgaben der tuchfühlung 2015
- ´ne Illu fürs UNICUM
- sowie diverse weitere Illus für verschiedene Auftraggeber, die ich grad nich mehr im Blick hab - Sticker, Logos, Illus fürs Programmheft der Manga-Comic-Con usw.

und dann noch so biss´l Merch-Kram für Delfinium Prints: vor allem Tassenmotive

Im Bereich Preise und Nominierungen:
- PENG!-Preis 2015 (Kategorie: Manga aus Deutschland, für 78 Tage auf der Straße des Hasses)
- 1. Platz beim 12-Stunden-Comic-Wettbewerb von MyComics 2015 (für Mutters gelber Schirm)
- Nominierung AnimaniA Award 2015 für 78 Tage auf der Straße des Hasses (Kategorie: Manga national)
- 3. Platz Goldener Gartenzwerg 2015 für 78 Tage auf der Straße des Hasses
- Qualitätssiegel für Kinder- und Jugendzeitschriften der Stiftung Lesen fürs Schlaufuchs Magazin

Viel interessanter war dieses Jahr aber, was nicht veröffentlicht wurde, weil ich an haufenweise Konzepten und neuen Comicprojekten gearbeitet hab.
Drei recht große Sachen waren da dabei, die insgesamt auch um die 200 Seiten ausmachen. Ein ordentlicher Teil davon komplett in Farbe.
Dazu kommen noch die beiden neuen 78 Tage-Kapitel, die grad in Arbeit sind.
Und dann gibt´s noch allerhand Skizzen und Comics aus meinem Japan-Urlaub, wo ich noch irgendwas mit anstellen muss ...

Zudem hab ich an einem mehrtägigen Workshop sowie einem 12- und einem 24-Stunden-Comic-Tag teilgenommen.

Und ich war mit Delfinium Prints auf neun deutschen Conventions sowie noch auf der Comicket in Tokio.
Außerdem gab´s wieder ein Schlaufuchs-Sommerfest mit etwa 10.000 Besuchern.

Fazit:
Hätte ich nich die paar Tage gehabt, wo ich recht kompakt sehr viel produziert hätte, wär´s ein verdammt maues Jahr geworden, was die reine Comicproduktion anbelangt. Jedes Jahr überleg ich, wie ich da mehr Zeit raus schinden könnte, die ich in meine eigenen Projekte investieren kann, aber bisher hab ich noch nix wirklich Fruchtendes gefunden. Ich bräuchte halt Assistenten.

Und wieder ein Jahr, wo ich so ´nem richtigen Hit hinterher renne. Langsam geb ich da die Hoffnung auf, was aber auch irgendwie befreiend sein kann. Mainstream-Erfolge sind anscheinend nicht mein Stil.

Für nächstes Jahr nehm ich mir übrigens nix Besonderes vor. Man kriegt das eh nie so hin, wie man sich´s vorstellt.

07.12.2015

German Comic Con 2015 in Dortmund - Feedback

Hier 'ne finale Auswertung zur German Comic Con, die jetz' am Wochenende erstmals n Dortmund stattfand.
Da ich nicht viele der üblichen Verdächtigen unter den Ausstellern und Künstlern gesehen hab, kann ich mir vorstellen, dass es einige vielleicht interessiert, ob sich ein Besuch nächstes Jahr lohnt.

Erst mal sei ganz klar gesagt, dass der Convention-Titel irreführend ist. Man hätte es auch die German Flammkuchen Con nennen können. Denn auch Flammkuchen war krass unterrepräsentiert. Es war eher die Star Wars und LEGO-Con.
Für Comics und das Drumrum haben sich nicht so viele interessiert. Filme, Serien und vor allem Merchandising waren der heiße Shit.
Mit Delfinium Prints sind wir daher auch biss´l auf den Mund gefallen, da wir einen ganz klaren Comic-Schwerpunkt im Angebot hatten.

Nun will ich aber dafür auch weder Con, noch Besuchern ´nen Schwarzen Peter zuschieben. Das sind Erfahrungswerte, aus denen man die richtigen Schlüsse ziehen muss.
Ein wichtiger Schluss ist, dass die Con eher was Jahrmarkt-artiges hat (und das ist absolut okay so). Man will da schnelle, einfach zugängliche Unterhaltung. Comics sind jedoch eher schwer zugänglich, man muss sich ´ne Weile damit beschäftigen und ihre Erscheinung ist im Kontext solch einer bunten Veranstaltung viel zu subtil. Flankiert von ´nem DeLorean mit dem ausgestopften Christopher Lloyd und dem Bluthund aus Game of Thrones wirkt so ein Buch halt mickrig.
Als Zeichner kann man daher ´nen Weg des einfacheren Zugangs einschlagen und den Kunden mit Cartoons, Postern und anderem plakativen Merch entgegen kommen. Oder man macht ´ne pfiffige Aktion wie z.B. Live-Porträtzeichnerei ("Du als Zombie", "Du als Pokémon", "Du als Southpaw", "Du als Yu-Gi-Oh" ...).

Man kann da also als Zeichner oder Verlag ruhig nächstes Jahr hingehen, sollte sich aber ordentlich drauf vorbereiten und sich drauf gefasst machen, dass man auch ´ne kleine Show bieten sollte. 'Ne Handvoll Comics kann man sich ja ins Handgepäck packen, aber Schwerpunkt sollte auf der einfacher zugänglichen Ware liegen. Mein mit Abstand meist verkaufter Artikel war das Weitermalbuch, weil das jeder Kunde sofort gerafft hat.

Sonst hab ich von der Con und dem Programm nich viel mitbekommen. Die Merch-Händler machten aber ´nen guten Eindruck, ham faire Preise für ihr Zeug verlangt und hatten - grad im Verhältnis zu den Manga-Cons - ein angenehm anderes Sortiment als man´s gewohnt ist. Lag auch dran, dass einige Händler aus dem Ausland angereist sind. Da hat man echt immer noch den besseren Jieper dafür, was eine Nerd-Kultur ausmacht.
Es gab sogar Captain Planet-Actionfiguren und den fetten Jungen aus Hook, der sich zu ´ner Kugel machen kann.

Großer Abfucker war die Orga und das Messepersonal. Unfreundlich, unkooperativ, unnötig rotzig und von oben herab.
Es gab Ausnahmen, die uns wie echte Menschen und nicht irgendwelche verwachsenen Affen behandelt haben. Das waren allesamt junge Herren, die aussahen, als seien sie selber biss´l nerdiger unterwegs und von der Con selbst eingesetzt wurden. Mit denen konnte man auch mal normal reden und was auf die coole Art klären.
Je offizieller jemand wirkte, desto grantiger war er/sie auch. So Hexe Babayaga-Style. Das kriegste wirklich nur in Deutschland geboten. Und England.

Und man kann im Windschatten des Signal Iduna Parks parken. Wenn nich grad der BVB spielt.

23.11.2015

CosCats: Khatleesi aus Game of Thrones

Zwei neue CosCat-Motive sind heute fertig geworden. Einmal hier die Khatleesi aus Game of Thrones und dann noch was zu Adventure Time. Letzteres zeig ich euch die Tage.






Beide Motive werden wieder, wie gehabt, auf Tassen gepresst und von mir gegen eine bescheidene Bezahlung am Stand von Delfinium Prints rausgegeben.
Erste Erwerbsmöglichkeit besteht nächste Woche auf der German Comic Con in Dortmund.

Mehr Cosplay-Katzen gibt´s hier auf meiner Facebook-Seite: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.707949852555669.1073741828.707921995891788&type=3

17.11.2015

Das subversive Weitermalbuch: Ein Cover entsteht

In knapp drei Wochen is in Dortmund die German Comic Con, wo ich mit Delfinium Prints natürlich mal wieder ´nen Stand ham werd. Und damit ich noch schnell ´n neues Buch anbieten kann, erfüll ich mir endlich mal den lang gehegten Traum, ein etwas umfangreicheres Weitermalbuch für Erwachsene zu publizieren.

Ihr kennt ja die Teile, wo einem halbfertige Bilder präsentiert werden und man muss die selber fertig stellen. Das Prinzip find ich extrem interessant - sowohl aus Vorlagen- als auch als Finishing-Zeichner. Und ich mach solche Bilder auch schon seit etlichen Jahren beruflich; allerdings nur für Kinder. Da liegt eben das Problem: Man hält das den Erwachsenen vor, obwohl die da sicher auch Bock drauf haben. Stattdessen kriegen die so artsy fartsy Ornament-Doodle-Bilder, die sie dann mit Pastellkreisen und Gouache colorieren. So Scheiß mit Karpfen und Petunien in antiken Vasen. Laaaaaangweiiiiiilig!!!!!!!!
Stattdessen wollen die irgendwelchen Prinzessinnen Penisse und Schnurrbärte ranmalen!

Vor einigen Jahren hatte ich mal einen Prototypen für das jetzt anstehende Projekt und hab genau das festgestellt: Große Kinder brauchen ihre eigenen Weitermalbücher, die aber vo der Grundstruktur wie die ihrer Kinder aufgebaut sein müssen. Stoppt den Kunsthochschul-Doodle-Wahnsinn!

Für das neue Buch hab ich euch hier mal eine kleine semi-Tutorial-mäßige Entstehung des Covers dokumentiert.

Okay, los geht´s mit Schritt #1: 'Ne grobe Skizze.
Ich wollte eigentlich ein paar gängige Herangehensweisen unter den Krikelkrakelbüchern persiflieren, in dem ich dem Kindlichen ´nen zynischen, ironischen Dreh verpasse. Als würde man Hitler aufs Mickey Maus-Heft packen.
Allerdings gibt es in dem Genre keine gängigen Herangehensweisen. Es gibt keine häufiger vorkommenden Motive oder interessante Visualisierungen des Zweckes solcher Bücher.
Daher musst ich mir dann doch selber was ausdenken. Ich hatte auch noch ein paar andere Ideen, die ich cooler und witziger fand, aber man muss ja auch die einfacher gestrickte Laufkundschaft erreichen. Daher eine nackte Dame.



































Schritt #2: Jetzt muss ich überlegen, wie ich am Ende colorieren will. Davon hängt ab, wie ich das Lineart inke. Mit was für Stiften bzw. Füllern und wie fein und genau. Da ich seit Kurzem endlich mal Zugriff auf ein Grafiktablett hab, will ich mit dem biss´l üben und entscheide mich, ´ne Colo-Methode in Angriff zu nehmen, die ich bisher noch fast gar nich erforscht hab: mit Schwerpunkt auf digitalem Lineart oder auch die Reduktion von Linien. So dass die Farbflächen mehr für sich arbeiten.
Daher gibt's nur ´n recht raues Lineart, das ich mit ´nem braunen Fineliner dahinkratzel. Das Braun soll schon mal die finale Farbstimmung vorgreifen und da am Ende hier und da noch etwas vom gescanten Lineart durchgucken wird, fügt sich das gut ein.



































Schritt #3: Hier überspring ich mal ganz viel. Im Wesentlichen colorier ich hier an meinem grafikfähigen Taschenrechner bis das Bild fertig ist.
Da ich ´nen natürlichen Look anstrebe, such ich mir ´n paar Referenzen im Internet zusammen, indem ich so was wie "female body", "pin up" und "naked" google. Mannomann!
Am besten wär´s natürlich gewesen, ich hätte ein Bild gehabt, mit ´ner Frau in genau der Pose, aber weil das zu einfach gewesen wäre, hab ich mir aus etwa vier, fünf Fotos mit adretten Damen die Infos zusammen geklaubt, die ich brauchte.
Vom Lineart hab ich dann noch möglichst viel übermalt, damit´s insgesamt weicher wird.
Die Fischbrüste waren übrigens von Anfang an Teil des Bilder. Es gibt also keine Version, wo man die nackten Brüste sieht.




































  
Schritt #4: Finish: Jetzt wird 'n Cover draus.
Am Bild kommt als kleiner visueller Gag noch die Scheiße hinzu und mit ´ner eingescanten, gelblichen Papiertextur smoothe ich die Farben noch mal n Stückerl. Das Bild wird dadurch auch noch mal ´nen Tacken wärmer.
Texte schreib ich ausnahmsweise gleich mal am Grafiktablett ins Bild. Das kann in diesem Zusammenhang auch ruhig biss'l rough und naiv rüberkommen.



































Jupp, das war´s. Das Buch gibt´s dann für läppische fünf Tacken ab übernächster Woche bei Delfinium Prints. Allerdings nur in ganz kleiner Auflage.