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06.10.2016

#Inktober 2016 Entry 02: Blutrotkäppchen

Weiter geht´s mit dem #Inktober 2016, in dem ich meine Originalcharaktere zum Thema mache.
Meine Regeln:
- Zeichnung muss unter in zehn Minuten entstehen.
- Nur echte Tusche und Tuschefedern sind erlaubt.
- Deckweiß und Bleistift für Vorzeichnung geht natürlich auch.
- Keine digitale Nachbearbeitung.
- Keine Farben, keine Screentones.

Heute:

Entry No. 02: Das Blutrotkäppchen.

 

... aus dem gleichnamigen Mango, der 2012 als Taschenbuch bei Tokyopop erschienen ist.

Darüber hinaus war die Entoman-Horror-Action-Comedy aber auch der erste Arc der Anfang 2010 auf dem offiziellen Entoman-Channel auf Comicstars erschienen ist. Ich bin mir da nicht so sicher, aber dadurch könnte es auch einer der ersten deutschen Verlagscomics gewesen sein, der rein digital erschien.
Als Promomaterial gab´s dann auch noch mal eine Heftreihe der vier Kapitel, die jedoch aufgrund des Zusammenbruchs von Comicstars nicht mehr veröffentlicht wurde. Ich hab leider selbst keine Belegexemplare.
Und zwischen Comicstars und Tokyopop fand der Comic noch zu einer Taschenbuch-Veröffentlichung bei Delfinium Prints. Damals war allerding die komplette Auflage innerhalb einer Leipziger Buchmesse abverkauft. Nachdem die Grimms Märchen-Adaption 2011 beim ICOM Independent Comic-Preis eine Lobende Erwähnung bekam, trieb das die Sammlerwerte hoch. Ich weiß, dass gebrauchte Exemplare des DP-Blutrotkäppchens für 25,- € den Besitzer wechselten, was irgendwie cool ist. Irgendjemandem da draußen ist das, was du als Künstler geschaffen hast, irgendwie was wert. Sogar monetär betrachtet.
Die Tokyopop-Version hat sich dann aber verhältnismäßig nicht mehr ganz so krass verkauft. Die Bücher könnt ihr also noch problemlos nachholen. Kennt ihr die Szene vom Ende vom ersten Indiana Jones-Film? Mit diesem riesigen Depot voller Kisten? So könnt ihr euch die Lagerbestände von meinen Entoman-Comics vorstellen. ;-]

09.05.2016

Fazit: fünfter deutscher Shounen Manga Workshop in Melle

Da isser schon vorbei der fünfte offizielle deutsche Shounen Workshop.

Eine kurze Bestandaufnahme:
Stattgefunden hat er dieses Mal wieder beim Hugi, der – obwohl er nicht umzieht, jedes Jahr in einem anderen Ort wohnt. Vielleicht weil er sich schämt, dass seine Heimat Föckinghausen heißt, was biss´l schlüpfrig klingt.
Aber Niedersachsen is schon lächerlich schön und Hugi wohnt in ´ner Reichengegend.
Wir hatten den neuen Hund dabei, der erst mal den Reichen richtig schmackig die Koniferen vollgepullert hat.
Generell war Hugi trotz der Rostock-Sache ganz okay drauf. Natürlich lag das trotzdem wie ein dunkler Schatten über dem Treffen, aber was soll´s. Was geschehen ist, ist geschehen.

Twistiger Weise haben wir für ´nen Comic-Workshop dieses Mal nich so viel Comic produziert, aber die Idee hinter den Workshops war eh von Anfang an, dass jeder Teilnehmer – ob Zeichner oder Konsultant – auch artverwandte Projekte in den Raum werfen kann.
So haben wir dieses Mal unter anderem über ein 16-Bit-RPG-Comicszene-Convention-Videospiel von Stephan Scholz nachgedacht, an ´nem Zombie-Kartenspiel von Michel Wild konzeptioniert, aber allen voran wie so ´n paar abgestochene Trüffelschweine einen Nerd Ship-Podcast nach dem anderen aufgenommen.
13 Folgen an einem verlängerten Wochenende! Demnächst also jeden Mittwoch wieder regelmäßig neue Episoden auf Hugis YouTube-Kanal. Themen sind unter anderem: alte Videospiel-Magazine für Sega und Nintendo, Gravity Falls, Death Note, britische Comedy-Serien oder Spielzeug aus unserer Kindheit.

Wir ham uns teilweise ganz schön in Rage gequasselt – vor allem, was eine bestimmte Szene aus der Serie Spaced anbelangt. Aber war gut! Ich musste ständig Tee süffeln, weil mein Hals immer wieder am Kippen war. Kurz vor der Seitenstrangangina, aber immer voll dabei. Das is, glaub ich, auch das neue Motto des Podcasts.

Zwischendurch hab ich auch gezeichnet. An ´nem Entoman-Comic mit Dimensionsreisen. Demnächst setz ich die Geschichte vielleicht noch fort. Is wahrscheinlich sogar ganz gut.

Mehr Zeit als am Zeichenbrett hab ich aber wieder in der Küche verbracht, weil ich für die siebenköpfige Raupe Nimmersatt ständig am Kochen bin.
Es gab unter anderen
- Quarkkeulchen mit Vanilleeis, roter Grütze oder Apfelmus
- Weltmeisterbrötchen mit Remoulade, Paprika, Käse, Hähnchenschinken und gekochtem Ei
- Spätzle (hat Jochen vorbereitet) mit Hackfleisch-Pilzrahm-Jägersoße
- Spaghetti Bolognese mit Gewürzgurke (in Kooperation mit Hugi)
- Setzei mit Jagdwurst und Champignons sowie zerlassenen Käsestreifen auf Buttertoast
- Pangasius- oder Hähnchen-Senf-Curry-Ratatouille-Auflauf mit Tomaten-Curry-Sahne-Bandnudeln – natürlich alles mit viel Käse-Überbackungs-Zwischenetagen
- Bauernfrühstück (Setzei mit Bratkartoffeln und Gefügelmortadella)

Alles selbstgemacht, alles frisch zubereitet, damit niemand an dem ungesunden Zeug stirbt, was zwischen den Mahlzeiten gefressen wird.

Und wir waren jeden Tag ausflügern.
Einmal haben wir im Wildgehege kämpfende Wildschweine gesehen und einmal wollte mich eine Wildsau sogar verspeisen oder zumindest verscheuchen. Spannend! Da wär ich fast getötet worden. Aber die Sau hat meine Ehre des Waldes erkannt und mich verschont. Dieses Mal zumindest …
Und Hugi hat uns seinen Arbeitsplatz gezeigt und ´ne Führung gemacht. Im Klärwerk, was sehr interessant und erstaunlich komplex war. Ich seh Fäkalien jetzt mit anderen Augen und der Hugi hat verboten weitreichendes mechanisches, chemisches und biologisches Wissen, von dem er nur nie erzählt. Ich hoff, er nutzt es nie zum Bösen, sondern stets nur, um Grundwasser aufzubereiten und Klärbrühe vom Phosphat zu lösen.
For a better planet! Und allgemein besseren Geruch.


Schön war´s. Im Oktober geht´s weiter.

Einmal hätten wir sogar fast mit coolen Party-Kids in der Garage gefeiert.
Fast!

25.01.2016

Tanoshii Depato hat das geilste Schaufenster der Welt! Am Ende isch habe gelacht und isch habe geweint - gleischzeitisch

Das kann ich echt gar nicht genug abfeiern:
Seit Jahren unterstützt mich der Leverkus'ner Laden Tanoshii Depato in meinem großen Krieg gegen die Windmühlen der wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit.
Zieht euch mal rein, wie die grad ihr Schaufenster dekoriert haben!



Das Fotos wurde übrigens vom Mark Lint geknipst, der dort arbeitet. Ein echter Comic Book Guy also.

Damit zählt der Laden zu - leider nur - ´ner knappen Handvoll Geschäften in Deutschland, die sich echt ein Bein ausreißen, meine Sachen (und generell auch das Zeug von Delfinium Prints zu pushen). Auch Little Nemo in Bochum muss ich hier mal wieder hervorheben.
Hmm ... Leverkusen, Bochum ... In NRW scheint irgendwas Essenzielles richtig zu laufen.
Leider hab ich seit dem Release von Struwwelpeter: Die Rückkehr anno 2009 ganz viele schlechte Erfahrungen mit Händlern gemacht und irgendwie werden meine Veröffentlichungen immer von der selbsterfüllenden Prophezeiung heimgesucht, dass die Leute, die´s verkaufen sollten, von vornherein nicht glauben, dass es sich verkaufen lässt, weshalb´s auch nicht verkauft wird.
Ich will keine Geschäftsnamen nennen, aber kurz nach Release hab ich ´n Manga führendes Geschäft in meinem Hood aufgesucht, um mal zu schauen, wie Band 3 von 78 Tage auf der Straße des Hasses dort läuft.
Und obwohl ich wusste, dass frühere TOKYOPOP-Bücher von mir dort hervorragend weggingen (teilweise schneller als der neue Naruto aufgrund der spezifischen Gelüste der Bahnreisenden), wurden die neuen 78 Tage-Bände gar nicht erst rausgelegt, sondern - obwohl genügend Platz gewesen wäre - nur auf spezifische Anfrage hin rausgegeben, weil man wohl davon ausging, dass das nicht gefragt sei.
Irgendwann sollte ich mal eine Worst-of-Händler-Anekdoten-Sammlung rausbringen. Da zieht´s euch die Hosen aus!
Wie gesagt: Ein Kampf gegen Windmühlen.
Und daher freu ich mich echt über all die Unterstützer da draußen!
Geht in coole Läden einkaufen!

21.01.2016

78 Tage-Illu für Comic-Salon Erlangen entsteht

Vor zwei Jahren, als es los ging mit den Taschenbüchern zu 78 Tage auf der Straße des Hasses bei TOKYOPOP hab ich für den Hamburger Verlag ´ne Autogrammkarte designt.
Die gab´s dann als Schikischischischi oder wie das heißt auf´m Comic-Salon Erlangen 2014.

Hier seht ihr mal Schritt für Schritt ald gif ie das Teil entstanden ist.

Und wenn ihr Genaueres erfahren wollt, könnt ihr mal hier klicken: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.851606174856702.1073741840.707921995891788&type=3
Da geh ich noch mehr drauf ein, was wo gemacht wurde im Photoshop.



17.01.2016

"78 Tage auf der Straße des Hasses" Band 3 ist draußen!

Hier das Cover vom dritten 78 Tage auf der Straße des Hasses-Band, der übrigens klammheimlich diese Woche erschienen ist.
Das hier zu sehende Cover is auch das erste Bild überhaupt, das ich mit ´nem Grafiktablett gemalt hab.






Wenn ihr Lust habt, könnt ihr mir auch ´ne kleine Review auf amazon hinterlegen: http://www.amazon.de/Manga-Madness-Tage-Stra%C3%9Fe-Hasses/dp/3842021364/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1453028241&sr=1-1
Freu mich über die seltenen Gelegenheiten, mal zu erfahren, wie das Zeug so ankommt. Kauft das Buch aber lieber beim Comic-Dealer um die Ecke.
Steckt jedenfalls ´ne Menge Arbeit und Mühe drin und ich würd mich freun, wenn´s nicht wieder allzu sehr untergeht. Leider scheint das aber das ewige Schicksal meiner Taschenbücher zu sein ...

Teilt das auch gern euren Freunden und so weiter mit, dass es das gibt. Kann mir leider sonst keine Werbung oder was in der Art leisten und jede Form der Mundpropaganda ist willkommen!

Ja, dann viel Spaß beim Lesen!

31.12.2015

Mein ganz persönliches Künstler-Fazit für 2015



Ich folg mal dem Beispiel vom Michael Wild und versuch, so ´ne Art Jahres-Künstler-Fazit zusammenzustellen:

Veröffentlichungen:
- nur ein Buch: "Das subversive Weitermalbuch, das schlimm ist"; und das is noch nich mal ´n Comic. Ein weiteres Buch war geplant, aber das kommt wohl nun im Januar
- drei Kurzcomics in Anthologien: das etwas betagtere "Big L" in einer überarbeiteten Neufassung im Shounen Go! Go!-Sonderband; "Das X markiert den Schatz" in JAZAM! X; "Ahornella die Fischdamenfrau" im zweiten Krakelkomiks
- vier Hefte bei Delfinium Prints: die ersten beiden „Entoman: Amikoverse Heroes", "Mutters gelber Schirm" sowie eine überarbeitete Neuauflage von "Fickschnittchen Schneewittchen"

dazu kommen an Auftragsarbeits-Veröffentlichungen:
- 52 farbige Schlaufuchs-Comicstrips in der Fuldaer Zeitung
- eine 53. Schlaufuchs-Folge gab´s exklusiv im COMIX-Magazin
- im COMIX-Magazin war dieses Jahr auch in jeder Ausgabe was von mir drin; sieben oder acht Hefte werden das wohl gewesen sein
- für´n Reisejournal hab ich was zu meiner Japanreise gemacht - inkl. Schlaufuchs-Comic
- drei voll illustrierte Schlaufuchs-Hefte - Lernhefte für Kindergarten, Grundschule und Musikschule
- allerhand Illus für die diesjährigen vier Ausgaben des Schlaufuchs-Magazins
- sowie massig weitere Schlaufuchs-Illus für Zeitungen, Merchandising usw.
- allerhand Bildreihen und Einzelillus in allen zehn (oder elf?) Ausgaben von move36
- Cover und Comics für die beiden Ausgaben der tuchfühlung 2015
- ´ne Illu fürs UNICUM
- sowie diverse weitere Illus für verschiedene Auftraggeber, die ich grad nich mehr im Blick hab - Sticker, Logos, Illus fürs Programmheft der Manga-Comic-Con usw.

und dann noch so biss´l Merch-Kram für Delfinium Prints: vor allem Tassenmotive

Im Bereich Preise und Nominierungen:
- PENG!-Preis 2015 (Kategorie: Manga aus Deutschland, für 78 Tage auf der Straße des Hasses)
- 1. Platz beim 12-Stunden-Comic-Wettbewerb von MyComics 2015 (für Mutters gelber Schirm)
- Nominierung AnimaniA Award 2015 für 78 Tage auf der Straße des Hasses (Kategorie: Manga national)
- 3. Platz Goldener Gartenzwerg 2015 für 78 Tage auf der Straße des Hasses
- Qualitätssiegel für Kinder- und Jugendzeitschriften der Stiftung Lesen fürs Schlaufuchs Magazin

Viel interessanter war dieses Jahr aber, was nicht veröffentlicht wurde, weil ich an haufenweise Konzepten und neuen Comicprojekten gearbeitet hab.
Drei recht große Sachen waren da dabei, die insgesamt auch um die 200 Seiten ausmachen. Ein ordentlicher Teil davon komplett in Farbe.
Dazu kommen noch die beiden neuen 78 Tage-Kapitel, die grad in Arbeit sind.
Und dann gibt´s noch allerhand Skizzen und Comics aus meinem Japan-Urlaub, wo ich noch irgendwas mit anstellen muss ...

Zudem hab ich an einem mehrtägigen Workshop sowie einem 12- und einem 24-Stunden-Comic-Tag teilgenommen.

Und ich war mit Delfinium Prints auf neun deutschen Conventions sowie noch auf der Comicket in Tokio.
Außerdem gab´s wieder ein Schlaufuchs-Sommerfest mit etwa 10.000 Besuchern.

Fazit:
Hätte ich nich die paar Tage gehabt, wo ich recht kompakt sehr viel produziert hätte, wär´s ein verdammt maues Jahr geworden, was die reine Comicproduktion anbelangt. Jedes Jahr überleg ich, wie ich da mehr Zeit raus schinden könnte, die ich in meine eigenen Projekte investieren kann, aber bisher hab ich noch nix wirklich Fruchtendes gefunden. Ich bräuchte halt Assistenten.

Und wieder ein Jahr, wo ich so ´nem richtigen Hit hinterher renne. Langsam geb ich da die Hoffnung auf, was aber auch irgendwie befreiend sein kann. Mainstream-Erfolge sind anscheinend nicht mein Stil.

Für nächstes Jahr nehm ich mir übrigens nix Besonderes vor. Man kriegt das eh nie so hin, wie man sich´s vorstellt.